wirksamste Mittel zur Verbreitung des Christenthums;denn sie zerstreute die Gläubigen nach allen Enden derErde, wie der Sturm den Blüthenstaub und die Samen-körner der Pflanzen in allen Richtungen fortführt, dieganze umliegende Landschaft zu befruchten; und die Freu-digkeit, mit der die Ergriffenen oder sich selbst Vorgeben-den für ihren Glauben in den Tod gingen, mußte alleZeugen ihres Todes, die noch einigermaßen für das Gött-liche empfänglich waren, um so mehr für diesen Glaubenbegeistern, als sie dieselbe nur einer unmittelbaren Thatdes Gottes zuschreiben konnten, den die Märtyrer mitihrem Tode verherrlichten, um wieder von ihm verherrlichtzu werden. Daraus aber erwuchs eine andere unmittelbareThat dieses Gottes in ihrem eigenen Innern, die Gnaden-wrrkung, die einen neuen Geist in ihnen bildete und einneues Herz in ihnen schuf. Und diese Gnadenwirkung er-weckte der Herr schon durch das bloße Wort des heiligen Gei-stes, das er seinen Aposteln in den Mund legte, für Vieleein Träger, dem sie nicht widerstehen konnten. »Dennimmerdar ist er ein Erbarmer und seine Macht wie seineGnade groß in seinen Auserwählten, aber in solcher Füllevon Wundern strömte sein Segen nimmer auf die Erde,wie in jenen Zeiten, da die das Evangelium verkündig-ten, die mit Christus seinem Sohne gewandelt waren.Alle Berechnungen menschlichen Scharfsinns wurden ge-täuscht, alle Weisheit irdischer Erfahrungen zu Schandengemacht. Die Lehre Christi, welche die Hoffahrt durch Ge-heimnisse demüthigt, die Sinnlichkeit in's Joch beugt, dasVerlangen nach irdischen Gütern straft, alle Hoffnungraubet, welche der Welt angehört, Selbstverläugnung auf-erlegt, Verfolgung herbeiführt und nur Freuden verspricht,die dem irdischen Auge unzugänglich sind, und noch dazu
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