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fassen sie sich wenig; sie leben größtenteils von Milch,Käse und Fleisch, und Keiner hat ein bestimmtes Maßvon Land oder Grundeigenthum, sondern die Obern oderHäuptlinge weisen den Verwandtschaften oder Sippen,welche sich zusammengethan haben, aus ein Jahr lang soviel Boden an, als sie für gut finden, und nöthigen sienach Verfluß dieses Jahres zum Umzüge, damit sie nichtdurch das Band der Gewohnheit gefesselt, den Kriegseifermit dem Ackerbau vertauschen, oder in Erwerbsgier fallenund der Mächtigere den Geringern aus seinem Besitze ver-treibe. Der größte Ruhm ihrer Niederlassungen ist, großeEinöden um sich zu haben. Denn sie halten es für einZeugniß ihrer Tapferkeit, wenn ihre Nachbaren weichen,und Niemand den Muth hat, sich neben ihnen anzusiedeln.Zugleich glauben sie sich dabei einer größern Sicherheitzu erfreuen, weil sie nicht wohl einen Uebersall zu be-fürchten haben. Im Frieden haben sie keine gemeinschaft-liche Obrigkeit, sondern die einzelnen Häuptlinge der Sip-pen und Niederlassungen sprechen unter den Ihrigen Rechtund schlichten die Streitigkeiten. Raubzüge außerhalb denGrenzen der Niederlassungen sind nicht beschimpfend. DieGastfreundschaft halten sie heilig. Aus welchem Grundeimmerhin Jemand zu ihm kommt, er ist gegen Beleidi-gungen geschützt; das Haus eines Jeden steht ihm offen,der Tisch eines Jeden ist für ihn bereit.
»Ihre Hauptbeschäftigung neben dem Kriege ist dieJagd. Es findet sich bei ihnen eine Stiergattung, welchesie Auerochsen oder Ure nennen. Die Stärke und Schnellig-keit derselben ist sehr groß; sie verschonen weder Menschennoch Thiere. Man fängt sie in Gruben. Je mehr EinerHörner solcher Thiere auszuweisen hat, desto größeres Lobwird ihm gezollt. Diese Hörner werden sorgfältig gesam-