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leidigten oder dessen Verwandten zu. In denselben Ver-sammlungen werden auch Richter über die Gaue undDörfer gewählt.
»Bei allen Zusammenkünften erscheint der Germanein den Waffen. Aber Niemand darf Waffen tragen, bevorer nicht von der Gemeinde dazu befähigt worden. Erstwenn dieß geschehen ist, wird der Jüngling von seinemVater, oder einem Verwandlen, oder einem Häuptlinge mitSchild und Frame geschmückt. Hat er vordem für einenTheil des Hauses gegolten, so bildet er von nun an einenTheil des Gemeinwesens.
»Zum Gefolge eines Häuptlings zu gehören, ist ruhm-voll, und die das Gefolge bilden, wetteifern mit einanderum die erste Stelle beim Häuptlinge, die Häuptlinge aberum die Ehre, das größte und wüthigste Gefolge zu haben.Denn von einer großen Schaar auserlesener Jünglingeumgeben zu fein, dient im Frieden zum Schmuck, imKriege zum Schutz, und gereicht nicht nur in demselbenStamme, sondern auch bei den Nachbarvölkern zum Ruhme.In der Schlacht sucht der Anführer Alle an Tapferkeitzu übertreffen, und das Gefolge bemüht sich, der Tapfer-keit des Anführers gleichzukommen. Wer, so lange derAnführer noch lebt, aus dem Treffen geht, ist für seineganze übrige Lebenszeit gebrandmarkt. Der Anführer kämpftfür den Sieg, das Gefolge für den Anführer. Ihn zuvertheidigen und zu schützen ist des Gefolges heiligstePflicht. Wenn der heimatliche Stamm lange Zeit Friedenhat, treten die meisten edeln Jünglinge in fremde Kriegs-dienste, und da kommt es denn vor, daß sie als Söldnergegen ihr eigenes Volk zu Felde ziehen, doch galt dießm der ältesten Zeit für einen unauslöschlichen Schimpf.
»Zu Haufe, wenn sie Frieden haben, beschäftigen sich