Band 
Erster Theil.
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legt ihm eine Abgabe an Getreide, Bieh oder Kleiderstoffauf: weiter geht die Hörigkeit nicht.* Sclaven zu geißeln,oder mit Fesseln und Zwangsarbeit zu strafen, ist selten;häufiger werden sie erschlagen, nicht aus Zucht und Strenge,sondern aus Ungestüm und Jähzorn, gleich als Feinde;aber es geschieht ungestraft. Die Freigelassenen stehen nichtviel höher, als die Sclaven, sie haben selten Einfluß imHause, es sei denn bei Völkern, wo Könige herrschen;denn dort steigen sie zuweilen über die Freigeborenen, jaüber die Edeln empor.

„Bei Bestattungen gilt keine Rangsucht; darauf alleinwird gesehen, daß die Leichen ausgezeichneter Männermit besondern Holzarten verbrannt werden. Aber wederPrachtdecken noch Wohlgerüche werden auf den Holzstoßgehäuft. Jedem wird seine Rüstung, Manchem auch seinStreitroß in's Feuer mitgegeben. Die Grabstätte bildetein Rasenhügel. Der Denkmäler stolze thürmende Prachtverschmähen sie als die Abgeschiedenen drückend. Klagen undThränen schwinden schnell, Trauer und Schmerz halten an.

„Unter den Göttern ehren sie am höchsten den Mer-cur, welchem an gewissen Tagen auch Menschenopferdarzubringen sie für Pflicht halten; den Hercules undMars sühnen sie mit Gaben von Vieh. Ein Theil derSueven opfert auch der Isis. Uebrigens halten siees der Hoheit der Himmlischen unangemessen,sie in Wände einzuschließen oder irgend inGestalt menschlichen Antlitzes abzubilden.Haine und Gehölze weihen sie, und rufenunter göttlichen Namen jenes unersorschliche

* Ssrvus tisoleous purst, wvrrlich: so weil ist der Lclave ge-horsam oder hörig skierm. 25).

Einfuhr, d. Christenthums. I.

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