Band 
Erster Theil.
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gnffsbestimmung Grimm's zu bedienen, „ein Mensch, dergegen das Böse streitend unsterbliche Thaten verrichtet und(dadurch) zu göttlicher Ehre gelangt. Wie im Standes-verhältniß der Edle zwischen dem König und Freien, sosteht der Held zwischen Gott und dem Menschen. Ausden Edeln gehen Könige, aus den Helden Götter hervor«.Deßwegen ist der Held ein Liebling der Götter, und Wuo-lan nimmt ihn unter seine besondere Hut. Er stellt ihmim Kampfe eigene, der Götterwelt ungehörige Mittelwesen,die jungfräulichen Walkyrien als Schutzgeister zurSeite und läßt ihn, wenn er fällt, durch sie in seinehimmlische Wohnung führen, wo er hinfort seine Freudenund Herrlichkeiten theilt, während der an Krankheit oderAltersschwäche oder durch besondere Unglücksfälle Ster-bende zuHel, der Göttin der Unterwelt, nach Niflheim(der Nebelwohnung) niederfährt, woraus jedoch wenigstensdie Guten durch den Weltbrand wieder befreit und in dieneue, vollkommene Ordnung der Dinge zum Genusse un-vergänglicher Freuden hinübergetragen werden.

Die altgermanische Religionslehre kennt noch andereMittelwesen zwischen der Götter- und Menschenwelt, dieeine eigene Welt für sich, die Dämonen- oder Gei-sterwelt, bilden und sich im Laufe der Zeit in einegute, böse und zwischen Gut und Bös hinund-herschwankende scheiden. Hieher gehören die Wichteund Eiben, wozu u. A. der Erlkönig, die Kobolde,wie z. B. der Rübezahl, die Bergmänuchen, die Wald-weibchen gehören. Obgleich wesentlich von der Götter- undder Menschenwelt verschieden, wird diese Dämonenwelt viel-fach und im Laufe der Zeit besonders bei Einführung desChristenthums immer mehr von jenen beiden andern Wel-ten aus bevölkert. Einerseits drängen sich die Menschen