Band 
Erster Theil.
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deren man sich bei den Opfern bediente. In diesem For-melwesen liegt aber eben so wenig wie in den Symbolenetwas Todtes, vielmehr verräth Beides eine tiefe, lebendigePhantasie, die man weder den Germanen, noch vielen an-dern heidnischen Völkern absprechen kann. Das Symbolist gleichsam das Gewand, die Hülle eines Mysteriums,unter welcher dieses auch den Uneingeweihten nahet, es ist,wenn man so sagen darf, eine allgemein sichtbare Schrift,in welche durch das Aussprechen des den geheimnißvollenGedanken in sich schließenden Wortes, durch die Rune,das Leben hineingetragen wird. So bestand denn bei denGermanen sowohl der Gottesdienst, zu welchem sich ein-zelne Familien, als auch diejenige, zu welchem sich dieGesammtheit der zu einem Stamme gehörigen Familienvereinigte, in einer Menge symbolischer Handlungen. Der-gleichen allgemeine Versammlungen oder Feste wurden beiden meisten germanischen Stämmen drei, hin und wiederauch vier im Jahre begangen; eines davon war ein Tod-tensest, welches im Spätjahre gefeiert wurde. Danebenkommen auch noch größere außerordentliche Feste vor, welckez. B. alle neun Jahre wiederkehrten. Bei allen diesenFesten wurden viele Bitt- und Sühnvpfer gebracht, vor-nämlich schlachtete man Thiere, so bei den Schweden einenEber und zur Zeit der außerordentlichen Feste 63 Thiereund 9 Menschen, bei den Dänen zu dergleichen Zeiten99 Menschen, 99 Pferde, 99 Hunde, 99 Hähne, 99 Hadichte, in Norwegen bei den Opfern der Häuptlinge vor-nämlich'Pferde, wie überhaupt die Opserthiere in der Regelaus Pferden bestanden, weßhalb auch im Christenthume derGenuß des Pferdefleisches ausdrücklich verboten wurde, daes Sitte war, von dem Fleische des geschlachteten Opfers,von der lio-Nin, zu essen und von seinem Blute zu trinken.

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