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Somit findet sich denn die religiöse Bedeutung von Speiseund Trank nicht nur in dem Christenthums, sondern auchbei den heidnischen Germanen. Die Häute der geschlachtetenThiere wurden über die Opserkessel gespannt, womit die Ent-stehung und ursprünglich religiöse Bedeutung der Paukenund Trommeln zusammenzuhängen scheint. Wie wir gesehenhaben, waren nicht bloß Thier-, sondern auch Mensckenopserund andere Gräuel, die wir sonst bei den heidnischen Völkernder alten und neuen Welt antreffen, den Germanen nicht un-bekannt«.* Uebrigens ist dabei wohl zu bemerken, daß sie inder Regel bloß Personen opferten, welche den Tod verwirkthatten, Verbrecher und Kriegsgefangene, d. h. Leute, „diemit den Waffen in der Hand Dinge hatten nehmen wollen,aus welche sie kein Recht hatten, da der Sieg als einUrtheil der Gottheit über das Recht erschien«,** die deß-halb als Verbrecher betrachtet und behandelt wurden, sodaß wir also in diesen Menschenopfern hauptsächlich nurfeierliche Hinrichtungen zu erblicken haben.
Bei allen Zusammenkünften, also hauptsächlich auch inden Versammlungen, wo geopfert wurde, erschienen dieTheilnehmer bewaffnet. Als Waffe galt vorzugsweise dasSchwert oder der Sahs. Und dieß war zugleich dasMesser, womit man das Opferthier schlachtete. Opfernhieß aber nichts Anderes, als den Göttern,um sie sich geneigt zu machen, sie namentlich, wenn mansie beleidigt hatte, wieder zu versöhnen, das Verhältniß,m welchem man ursprünglich zu ihnen gestanden, wieder-herzustellen, den Bund oder die Ewa, Ea, Ehe mitihnen zu erneuern, ein Mahl anrichten, an dem
- Phillips' demsche Mesel'ichre. Berlin 1«SL. Bd. >. L. 7S ff.
-- Vev a. «. O. S. g.