Band 
Erster Theil.
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Niemand in ihr „finsteres Haus«; sie nimml die Seelender Abgeschiedenen bloß in Empfang und hält sie uner-bittlich fest, und zwar die Seelen der Gerechten wie derUngerechten, Alle, die eines natürlichen Todes sterben,ohne Ansehen der Person, selbst den himmlisch reinenGöttersohn Baldr, dessen Tod alle Geschöpfe, Menschen,Thiere, Pflanzen, Steine beweinen, wie bci'm Tode desGvttmensckcn die ganze Natur sich in Trauer hüllte. Nurdie in der Schlacht fallen, werden von den Walkyrien,den von Wuotan entsendeten und den Helden zur Seitegestellten göttlichen Jungfrauen unmittelbar zu Wuotanin die Walab all« getragen. Ertrinkende zieht die Meeres-göttin Ran in einem Netze an sich und birgt sie bei sichin der Tiefe des Meeres. Im Laufe der Zeit scheiden sichdie Begriffe. Die im Bunde mit den Göttern, also aus-gesöhnt mit ihnen, aus dem Leben geschieden, kommen,mit Ausnahme wieder der im Kampfe gefallenen Helden,die sogleich in die Wohnung Odin's getragen werden,nach Folkwangr, der Wohnung Freya's; nur dieohne Sühne gestorben oder, wie sich später die Sprachedes Christenthums ausdrückte, die in ihren Sünden dahin-gefahren, steigen zur Hel nieder. Aber von einer andernPein oder Qual, als derjenigen, die sich natürlicher Weisean den Aufenthalt in einem nebelerfüllten unterirdischenRaum knüpft, für die in Niflhel festgehaltenen Seelenweiß die germanische Götterlehre nichts. Doch die natür-liche Pein und Qual eines solchen Kerkerlebens erleidetnoch eine Steigerung, denn unter dieser Niflhel liegt nochein finsterer und ein kälterer Raum, in welchem Riesengefesselt liegen, die sich gegen die Götter empört hatten.Aber eben diese Empörung oder wenigstens die Vollen-dung derselben bildet ein Ereigniß, das die ganze