Band 
Erster Theil.
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weil sie kein Erbe zu hoffen hatten, von Erheirathung.einer Wirthschaft aber gar vollends keine Rede sein konnte,im Waffendienste einen eigenen Herd gewinnen wollten.Mit Hülfe dieser seiner Gefolgschaft nun konnte er seineErhebung zum Häuptlinge auch erzwingen, oder die Allein-herrschaft mit Gewalt an sich reißen.

In der Regel aber gingen die Häuptlinge aus denältesten Geschlechtern hervor. Ein Geschlecht aber, d. h. eineReihe von Generationen, dessen oder deren Ursprung inein hohes Alterthum zurückging, hieß vorzugsweise Ge-schlecht oder krm, und wer aus einem solchen Geschlechtestammte Icun-mx (unser heutiges König). Ein Geschlecht,das in ein minder hohes, aber im Vergleich mit den ge-wöhnlichen Geschlechtern doch immer noch hohes Alter-thum zurückging, wurde mit dem Ausdrucke Lilal, atlislbezeichnet, und wer aus einem solchen Geschlechte stammte,war ein aäLt-mA (Adeliger). Jeder Kuning war alsozugleich ein Adaling, aber nicht jeder Adaling zu-gleich ein Kuning, sondern nur Derjenige, dessen Ge-schlecht andern Geschlechtern gegenüber das älteste war. So-mit gab es unter den Freien selbst drei Stu.fen: Freie,hohe Freie (Adelige), und höchste Freie (Spröß-linge königlicher Geschlechter). Der Adel unter sich zerfieldann wieder nach dem höhern oder geringern Alter derGeschlechter in einen hohen und einen niedern Adel. Da-durch gliedert sich die gesellschaftliche Ordnung für dieFreien in vier Stufen oder Stände, einen Stand derFreien, einen niedern Adel, einen hohen Adelund einen höchsten oder königlichen Adel.