entwickelte, die im Gemeindewesen denn doch wie imHauswesen mit ihrer Spitze nothwendig in die Alleinherr-schaft auslaufen mußte. Wie unter den einzelnen Gliedernder Sippe, so hatte auch unter den einzelnen Sippen derGemeinde die Erstgeburt den natürlichen Vorrang. Jeälter die Sippe, d. h. je älter das Geschlecht, desto größerdas Ansehen. Die älteste Sippe ragte über alle übrigenhinaus, und in demselben Maße ragte auch ihr Oberhauptüber die Oberhäupter aller übrigen Sippen hinaus. DasOberhaupt der ältesten Sippe hatte also ein natürlichesAnrecht darauf, auch als das Oberhaupt der Gemeindeanerkannt zu werden. Nun aber mischte sich auch dieWahrheit des schon oben angeführten Sprichworts in'sSpiel: „Geld regiert die Welt", oder wie es noch stren-ger lautet: «Geld zwingt die Welt.« Mit beiden aber,dem Reichthum und dem Altersvorrang, gingen nun nochandere Mächte, wie namentlich die Ueberlegenheit desGeistes und der Einsicht, vor Allem aber der Ruhm derTapferkeit den Wettkampf ein. Durch das Hausregimentan die Alleinherrschaft oder das monarchische Prinzip ge-wöhnt, dachte nun die Gemeinde, um deren Regiment essich handelte, natürlich an und auf nichts Anderes, alsdie Entscheidung zwischen diesen verschiedenen Ansprüchenzu Gunsten eines Einzigen, und das Ergebniß davon wardie Wahl eines gemeinschaftlichen Oberhaupts oder Häupt-lings aus denjenigen Sippenhäuptern oder Wirthen, dieentweder selbst oder deren Sippen sich am meisten durchhohes Alter ihres Geschlechts, durch Tapferkeit, Weisheit,Reichthum oder andere Vorzüge auszeichneten. Wer Geldhatte und das Schwert des Eroberers zu führen wußte,sammelte Wohl auch jüngere Söhne um sich, die ihreruntergeordneten Stellung im Vaterhause müde waren und,
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