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wählt worden sein. Allein die Bedeutung des WortesFaramunt (zusammengesetzt aus tarn, Sippe und Ge-folgschaft und wunt, Hand, rechte Hand, Oberhaupt, Vor-munds läßt nicht wohl an einen bestimmten Gefolgs-herrn denken und erregt somit gerechten Zweifel an dergeschichtlichen Wahrheit dieser Ueberlieferung. Dieser Zweifelwird dadurch bekräftigt, daß die Ueberlieferung demselbenFaramunt, den sie 431 sterben läßt, einen Enkel Mer-wich gibt, einer andern Sage nach erzeugt von einemMeerungeheuer, von welchem der Name der ersten fränki-schen Dynastie Merowinger herkommen soll, währenddieser doch unstreitig seinen Ursprung in dem WorteMeruwe hat, das die Wiege der Gründer dieser Dy-nastie und des ganzen Frankenreiches bezeichnet. Geschicht-licke Thatsache ist allein die Fügung der göttlichen Welt-regierung, daß um die Zeit des Hunnensturmes bei demthatkräftigsten Frankenstamme, den Sigambrern, einHäuptling aus altem Geschlechte, Chlodjo, sich hervor-that. Dieser drang, ein siegreicher Eroberer, bis zur Sommevor, wurde aber dort von Aetius, der unter dem Titeleines römischen Statthalters Gallien unter seine eigeneHerrschaft zu bringen suchte, zurückgeschlagen. Aetius abermußte sich nun mit seiner ganzen Macht gegen die Hunnenwenden und fiel noch in demselben Jahre, in welchem erdas Land von diesem entsetzlichen Raubgesindel säuberte,durch die Mörderhand des römischen Kaisers Valenti-nian III., dem er Gallien aus den Händen zu spielengesucht hatte. Dadurch gewannen die Franken wieder Raum.Aber Chlodjo starb und sein Sohn Childerich dachtemehr auf Erhaltung, als auf Eroberung. Da gelangte 48Lder fünfzehnjährige Chlodwig zur Herrschaft überfeinenStamm, die Sigambrer, der damals seine Wohnsitze