Band 
Erster Theil.
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von ihnen. Oder sollte vielleicht Buri, wie dieser großeGeschichtsforscher eine Völkerschaft an den Weichsel- undOderquellen benennt, der kürzere Name für LurAumlioimssein? In diesem Falle hätte man nicht Burg-under,sondern Bur-gunder zu schreiben und gund, wie dieburgundischen Namen Gundobald, Gundowich undandere beinahe nothwendig mit sich bringen, als eigenesWort, vielleicht verwandt mit gehen oder weil das Wort imAlthochdeutschen purukumssar lautet, mit kundig zu betrach-ten, bur aber zu ver, vir (Mann) oder zu Bauer (zumalda gothisch der Name bsurgunHar ist und alamannisch baurbur lautet) zu halten, so daß Burgunder dieselbe Be-deutung hätte, wie der Name der stammverwandtenVandalen und soviel als Wandermänner, Wan-dervolk oder als mannhaftes oder als ackerbau-kundiges Volk besagen würde, von welch' letzterer Seitedie Burgunder sich namentlich im Zehntlande erwiesen. —Von ihren Nachbarn, den Gepiden, zersprengt, zogendie Burgunder schon im Anfange ihrer Geschichte sichzum Theil weiter nordwärts und siedelten sich auf dernachmals so benannten Insel Burgunderholm oderBornholm an, zum Theil wurden sie von der allgemei-nen Strömung mit den Gothen nach Südost fortgerissen.Sie scheinen sich aber bald ganz von den Gothen abgelöstzu haben; denn nachdem sie auf längere Zeit aus der Ge-schichte verschwunden, tauchen sie mit einem Male imZehntland auf, und wissen sich so gut mit ihren Ober-herrn, den Römern, zu stellen, daß der römische Geschicht-schreiber Ammianus Marcellinus, ein Zeitgenossedes Kaisers Julian (aus der zweiten Hälfte des viertenJahrhunderts) von ihnen sagt, sie rühmen sich römischerAbkunft. Dort erwachsen sie schnell zu einem zahlreichen