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§ 85. Zusammenstoß der Alamannen mit den Franken.
Die Lücke, welche die Burgunder bei ihrem Weg-züge aus den Rheingegenden hinter sich ließen, wurde indemselben Augenblicke durch die einströmenden Alamannenausgefüllt. Der Keil, der den Alamannen- und den Fran-kenbund auscmandergehalten hatte, war herausgefallen;die Auseinandergehaltenen mußten zusammenstoßen, dennbeide drangen, die Einen vom Norden und Nordosten, dieAndern vo mSüden und Südosten aus nach dem gemein-samen Ziele, dem den erschlafften Armen der Römerherr-schast entsinkenden Gallien vor. Im Nordosten dieses Lan-des, auf dem linken Ufer des Rheingebietes mußte es sichentscheiden, welches von den zwei gewaltigen Völkern dieErbschaft der Römer antreten und an ihrer Stelle derWelt Gesetze vorschreiben sollte. Bei Tolbiak oder Zül-pich erfolgte der Zusammenstoß.
8 86. Schlach^ bei Zülpich und deren Folgen.
»In der Mitte zwischen Aachen und Bonn trafensich die feindlichen Heere, zahllos standen den Frankendie Alamannen entgegen, bereit und entschlossen, auchrn dieser Schlacht die Stärke ihres Armes und die Kraftihres Muthes zu bewähren und zu erproben. Schon er-kannte der fränkische Chlodwig die Nähe der großenGefahr und hatte sich bereits in Gebeten zu seinen Götternerschöpft, ohne irgend einen Fortschritt seiner Waffen be-merken zu können; ja nach den gewöhnlichen Zeichen desKrieges drohete ihm und seinem Dolke der Schrecken einerblutigen Niederlage und eines großen Verlustes. In diesemenrscheidenden Augenblicke erhob sich sein Vertrauen zu demGotte seiner frommen Gemahlin (einer trotz dem erzwun-