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heiligen Aposteln eine Kirche zu erbauen. Darauf ließ ersich vom heiligen Remigius den Segen geben; und nunrückte das Heer durch das Gebiet von Tours gerade aufPictavium (Poitiers), die westgothische Hauptstadt,zu. Es war dem Könige eine Nachricht von freudiger Vor-bedeutung, daß seine Boten, welche er mit Geschenken zurGrabstätte des heiligen Martinas geschickt hatte, beim Ein-tritt in die Kirche den siebzehnten Psalm, jenen herrlichenSiegesgesang, singen hörten. * Bei Clous oberhalbPoitiers kam es zur Schlacht. Die Westgothen erlitteneine blutige Niederlage. Ihr König Alarich fiel auf derFlucht. Alles Land, auch jenseits der Loire, bis zu derGaronne und den Sevennen gehorchte nun dem Scepter desfränkischen Eroberers. Nur die Küstenstriche Languedocund Gascogne hielten sich noch eine Zeit lang unterwestgothischer Herrschaft. Was die Westgothen östlich derRhone besessen hatten, schlug der Schwiegervater ihres ge-fallenen Königs, Theodorich, der Ostgothe, der im Na-men seines Enkels Amalrich die Herrschaft über dieWestgothen an sich zog, zu seinem Reiche in Italien. Anihn getraute sich der Franke nicht, zumal derselbe eineSchwester von ihm zur Gemahlin hatte, darum ließ erauch den von ihm unterstützten Burgunderkönig in Ruheund warf seine Blicke hinter sich.
Die Frankenstämme am Rhein hatten ihn nochnicht als Oberherrn anerkannt. Er stachelte ihre Häupt-linge gegen einander auf und, wenn sie sich nicht selbstgegenseitig aus dem Wege räumten, legte er die eigeneHand an's Werk. Er erreichte seinen Zweck. Die Rhein-
* Krsxorius luroaensis, Uigtorise krsnooruw libri 10.Loucqust. Tom III. 37.