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Erster Theil.
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ten das Dringen des Christenthums auf Zügelung derLeidenschaften, auf Achtung des Menschenlebens haben!" *Wo die Bevölkerung ausschließlich oder wenigstens über-wiegend germanisch war, fand, weil der erste der angege-benen Gründe dieser sittlichen Versunkenheit ganz und derzweite, die Nachwirkung eines zügellosen Gefolgschaftslebens,durch die geringere Entfernung von den heimatlichen Her-den großentheils wegfiel, die Lehre des Heils einen weitgünstigeren Boden, und die Einführung des Volkes indas Christenthum zog die Einführung des Christenthumsin das Volk von selbst nach sich.

§ 102. Die fränkische Geistlichkeit.

Mitten unter der Entsittlichung der Römerwelt triebdas Christenthum namentlich auch in Gallien, das zurZeit des Einbruches der Franken durchweg, wenn auchgroßentheils nur im Bekenntnisse des Mundes, dem sanf-ten Szepter derselben gehorchte, und vorzugsweise unter derGeistlichkeit die herrlichsten Blüthen. Der heilige Hilarius,Bischof von Pictavium (Poitiers), der Athanasius desAbendlandes, der heilige Martin us von Tours, in derzweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts, waren Zierdender Kirche. Der heilige Hilarius von Arles, der hei-lige Lupus von Troyes, der heilige Germanus vonAuxerre u. A. um die Mitte des fünften Jahrhunderts,kurz vor der Gründung des Frankenreiches, Sonnen amumnachteten Himmel jener sturmzerrissenen Zeiten. Derheilige Remigius, der Apostel der Franken, der heiligeVedastus, sein würdiger Mitarbeiter, und eine Mengeanderer Säulen und Grundvesten der Wahrheit verherrlich-

* Rcttberg, a. a. O. S. 282 ff.