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des Herkules waren die Grenzpseiler der phönizischenSchifffahrt, und wie man sich immer auch den Kopf zer-brechen mag, sie lassen sich nicht über Gibraltar undCeuta Hinausrücken. Die Phönizier thaten klüglich, wennsie den Seeweg zur Heimat des Bernsteins verheimlichten,sie kannten ihn selbst nicht. Aber sie waren noch nichtganz vom Schauplatze der Geschichte abgetreten, als einZögling ihrer Schifffahrtskunde und Erbe ihres Unter-nehmungsgeistes ausführte, was sie schon lange überdachthatten.
Zur Zeit Alexanders des Großen, welcher der Herr-schaft und damit auch dem Handel der Phönizier mitEinem Schlage den Todesstoß gab, etwa ein Jahrzehntnach seinem Tode, in den zwanziger Jahren des viertenJahrhunderts vor Christo durchbrach ein kühner, mitallen zur Schifffahrt erforderlichen Kenntnissen, namentlichauch der Sternkunde ausgerüsteter Massilier, NamensPytheas, das westliche Felsenthor des mittelländischenMeers und segelte — nächst einem gewissen Himilco —wohl der Erste hinaus in das offene Weltmeer. SeineVaterstadt, eine von dem griechischen Volke der Phocäerangelegte Colonie, das heutige Marseille, damals schonhoch berühmt durch Handel, Kunst und Wissenschaft, war einHauptstapelplatz für den Bernsteinhandel nach dem Osten. Siebezog die vielgesuchte Waare auf dem Landwege oder wenig-stens nur theilweise zu Wasser und zwar mittelst der Strom-schifffahrt hauptsächlich aus dem Rhein und der Rhone. *Da kam dieselbe denn natürlich durch verschiedene Hände,und es war in jeder Beziehung wünschenswerther, sie aus
* Ich gebrauche Rhone weiblich, weil es so hergebracht und rasHerkommen, wie ich schon einmal gesagt habe, ein Zwingberr ist, es istursprünglich männlich.