Päpste an die Frankenherrscher, den sogenannten karo-lln eschen Codex, und auf ein paar magere Chroniken,wie namentlich die Chronik vonNovalese (Pertz VII.sei-ipt. 73 —133) und die Chronik von Salerno(Pertz III., soript. 467—561), und einige Legenden be-schränkt«. *
«Der letzte König der Langobarden, Desiderius,beschloß seine Tage in einem fränkischen Kloster. Seintapferer Sohn, Adelchis wurde in Verona überwunden,und Karl setzte sich in Mailand die eiserne Krone ausund schlug Oberitalien zum Frankenreiche, ließ aber«, wiesich der Leser noch aus unserm ersten Theile erinnern wird,«die Lombardei als besonderes Königreich und mit Fort-dauer eigenen Rechts bestehen, nur daß das Land und dieStadtgebiete fränkischen Grafen untergeben wurden«.
Arichts, der longobardische Herzog von Benevent, deres Anfangs mit Adelchis gehalten hatte, streckte die Waf-fen und huldigte dem Sieger. Er wurde zum Lohne dafürunter fränkischer Oberherrlichkeit in seiner Würde belassen,und die Longobardenherrschaft in Italien überlebte sich indieser Zwitterform noch eine geraume Zeit lang. Ja sienimmt noch über ein volles Jahrhundert eine eigene Ge-schichtschreibung in Anspruch, und zwar leiht ihr hiezuwieder ein Montecasiner, Erchempert mit Namen, seineFeder. Ein Jahrhundert später aus seiner Pilgerfahrt durchdas Erdenleben begriffen, als sein hochgelehrter VorgängerPaul, der Diacon, haüe er noch schwerere Prüfungen zubestehen, als dieser. Nachdem sein geliebtes Kloster in der
* Abel in seiner Einleitung zu Paulus Diaconus S. XVI ff.in den „Geschichtschreibern der deutschen Vorzeit".
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