Band 
Zweiter Theil.
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UXXI

den Gesang des berühmten Dichters zu ihrem Lobe zustimmen. Alles, was auf Bildung Anspruch machte, drängtesieb um ihn, und es unterliegt keinem Zweifel, daß er dieVeranlassung wurde, daß die Beschäftigung mit den Wissen-scharren in Gallien wieder etwas allgemeiner wurde, obwobldie Wirkungen nicht eben nachhaltig waren. Poitiers und dasKloster der heiligen Radcgunde waren in der zweiten Halstedes sechsten Jahrhunderts der Mittelpunkt der wissenschaft-lichen Bestrebungen Galliens.

«Gregor stand diesem Mittelpunkte nahe genug.Schon bald nach Fortunatus' Ankunft in Gallien scheinter mit ihm bekannt geworden zu sein und manche An-regungen von ihm erfahren zu haben. Seine Verbindungmit ihm war schon zur Zeit seiner Erhebung aus den.bischöflichen Stuhl und noch mehr in der Folge eine sehrenge und nahe, wie wir aus den Werken beider deutlicherkennen. Gregor ehrte in Fortunatus die höhere Bildungund die reifere Erfahrung, denn Fortunatus war etwazehn Jahre älter. Fortunatus erfreute sich dagegen desWohlwollens und der Gunst des höher gestellten Freun-des, die sich auch in mancherlei Geschenken ihm zu erkennengaben. So scheuste Gregor ihm ein hübsches kleines Land-gut an der Vienne, wofür Fortunatus in artigen Versen,die uns erhalten sind, seinen Dank aussprach. Es warfortwährend zwischen den Freunden ein wissenschaftlicherVerkehr, und man theilte sich mit, was an Früchten derMuße gereift war.

«Hoch gerühmt wird die Sorgsamkeit und Treue, nutder Gregor nicht nur sein geistliches Hirtenamt führte,sondern auch die äußern Angelegenheiten der Stadt über-wachte. Er vertrat die Stadt den Herrschern gegenüber mitEntschiedenheit und Klugheit, schützte sie nach Kräften gegen