Band 
Zweiter Theil.
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von Obergermanien nach Niedergermanien verlegt worden,es hatte zwischen der XXI. und XVI. ein Garnisons-wechsel stattgefunden. An di,e Stelle der XX. war dieXV., an die Stelle der II. und der XIV. die IV. unddie XXII. getreten, wie es der Ausfall wegen Britanniensund dessen Deckung mit sich brachte. Die I. (Italien), diean die Stelle der XIII. (dowma) getreten war, ist beidieser Gelegenheit vom Geschichtschreiber nicht erwähnt,vielleicht, weil sie sich nicht besonders bemerklich dabeimachte, oder weil sie zufälliger Weise für den Augenblickabwesend war. Da es sich in den fraglichen Stellen(Zeitgeschichte 1, 55 und 6l) nicht um eine Aufzählungder Legionen am Rhein handelt, sondern bloß um ihrBenehmen bei einer Empörung, so hat es nichts auf sich,daß statt 8 hier bloß 7 Legionen erwähnt werden; ist dochdie Zahl 8 für jene Zeit sonst geschichtlich nachgewiesen;Iosephus in seiner Geschichte des jüdischen Kriegesmeldet (2, 16. 4) von Herodes Agrippa, er hätteden Juden, um sie von der Schilderhebung gegen dieRömer zurückzuschrecken (im Jahr 66) die römischen Legio-nen vorgezählt, und läßt ihn dabei 8 für Deutschlandrechnen. Da nun die Süddonauländer nicht zu Deutsch-land gehörten, so können darunter bloß die Rheinlegionenverstanden sein. Auffallender ist die Erwähnung der XV.und der XXII. Legion. Denn wie hier im Jahre 69diese beiden Nummern am Rheine vorkommen, so fin-den wir sie in derselben Zeit im Morgenlande, eine XV.in Judäa und eine XXII. in Alexandrien. Tacitussagt in seiner Zeitgeschichte 5, 1: „Drei Legionen, dieV., die X. und die XV., alte Krieger Bespasian's, fandTitus in Judäa vor; zu ihnen fügte er die XII. ausSyrien und Truppen von der XXII. und III., die er