Band 
Zweiter Theil.
JPEG-Download
 

19

getrennt.« Glaubt man je bei dem Zeugnisse des heiligenJrenäus im Widersprüche mit dem zeitgenössischen Uebel-setzer, der ihn doch jedenfalls besser verstehen mußte, als diespäte Nachwelt, ein besonderes Augenmerk aus die Mehr-heit richten zu müssen, so wäre die Beziehung auf diedießseits und jenseits des Rheines gelegenen Länder Klein-und Großgermanien weniger gezwungen, als die Beziehungauf Ober- und Niedergermanien. Der Schriftsteller willoffenbar mit seinem korm-wHs nichts Anderes sagen, alswas wir mit unserem Ausdrucke »die deutschen Lande«saAen wollen, den unser Gegenstand statt des Ausdruckes»Deutschland« fordert; und wir übersetzen deßhalb auchdas fragliche Sormrmiw am besten mit diesem Ausdrucke.Die »deutschen Lande« aber, in denen es zu Jrenäus'Zeiten schon christliche Kirchen gab, wir mögen nun dieMehrheit deuten, wie wir wollen, müssen eben die Rhein-lande gewesen sein, zu denen auch das Zehntland gehörte.Uebrigens ist es mehr als wahrscheinlich, daß nicht derSchriftsteller, sondern der erste Abschreiber die Mehrheitsetzte; denn erstens haben die besten, ja beinahe alleHandschriften der lateinischen Uebersetzung 6lermuuiÄ, nichtKormsiuis, zweitens müßte der Schriftsteller beim Gebraucheder Mehrheit nothwendig den bestimmten

Artikel dazu gesetzt haben, wie er ihn bei dazu

setzt, er müßte gesagt haben; drittens

wie leicht wurde bei der Schrift, der sich die Abschreiberbedienten, aus oder wie man früher schrieb,

ck'dEKt, ! man durfte nur ein kleines

Häckchen ansetzen.

Schalten wir noch einen kurzen Lebensabriß des Hei-ligen ein, in welchem wir den Vater der deutschenChristenheit erkennen.

2 *