Band 
Zweiter Theil.
JPEG-Download
 

— Avenrica geben. Peladius hätte also aus der bezeich-neten Nationalsynode den Salutaris, Bischof vonAventicum, vertreten. Der nächste historisch nachweisbareBischos ist der wohlbekannte Narius ^.ventleus (573 bis594), der Fortsetze! des Odroviocm kroopori (einer mitFleiß bearbeiteten Weltchronik, welche bis zum Jahre 455geht und am Besten und Vollständigsten in der von JacquesBasnage de Beauval besorgten Ausgabe von O-misiitootiones antiquW, die 1725 zu Amsterdam in 7 Bändenunter dem neuen Titel: Ibesuurus blolimnontorum seole-siastieorum et distorieorum (Schatzkammer kirchlicher undgeschichtlicher Denkmäler! erschien, Bd. I. abgedruckt underläutert ist), welche Fortsetzung bis zum Jahre 591 reichtund sich in Bouquet's Sammlung findet. DieserMarius nun wohnte im Jahr 585 dem zweiten Concilvon MLcon bei und weihte 587 die Kirche zu Peterlingen(unweit Avenches und Freiburg). Er starb im Jahre 584und wurde zu Lausanne in der Kirche zum heiligenThyrsus begraben. Nicht ohne Grund schreibt man ihmdeßhalb die Verlegung des bischöflichen Stuhles nachLausanne zu. Aventicum scheint immer mehr gesunken zusein, während sich oberhalb Vidy am Lemaner (Genser)See, wo einst das alte Lonsonium stand, ein neuer Orterhob, der den Namen Lausanne erhielt. Hieher wurde derbischöfliche Sitz von Aventicum verlegt, hier wenigstenserscheint um die Mitte des siebenten Jahrhunderts aufeinmal ein Bischofsstuhl, während um dieselbe Zeit derbischöfliche Stuhl von Aventicum aus der Geschichte ver-schwindet. Willimann in seinem Werke äs reb. ketvet.(von den helvetischen Dingen oder Begebenheiten) Buch I.Kap. 3 schreibt hierüber: »Marius soll Derjenige gewesensein, der auf Weisung und Vollmacht von CHildebert,