Band 
Zweiter Theil.
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störung mitgenommen, so war es im vierten Jahrhundertdoch noch nicht öde und wird später in der alten Rotitis(prov'moiLrum ot oivitatum) OiaUiss (Verzeichniß der Pro-vinzen und Städte Galliens, aus der Zeit des römischenKaisers Honorius (395—423) stammend und in Boei-gnet's Sammlung von Schriftstellern über gallische undfränkische Geschichte Bd. I. abgedruckt) als die erste Stadtnach der Metropolis Besan? on in der seauanischen Provinzaufgezeichnet. Im Leben des heiligen Romanus kommt umdas Jahr 440 Celidonius schon als Bischof von Be-sannen vor, später erscheint der dortige Bisckof als Metro-polit, was schon auf einen bischöflichen Sitz von Aven-ticum schließen läßt, das nach der Metropolis Besannendie bedeutendste Stadt der Provinz war. Zur Zeit dergroßen Völkerwanderung erhielten die Burgunder (406 bis407 > durch ein Derkommniß mit den Römern das westlicheHelvetien und lebten mit den Urbewohnern im Frieden. Zwarverfielen sie in den Arianismus, doch ward dieser durcheifrige Bischöfe bald überwunden, und daß die katholischeReligion große Fortschritte machte, beweist das Leben desheiligen Romauns, welcher zwischen 440—460 in demBisthum Aventicum das Kloster Romainmotiergründete, seine Andacht in St.Moritz verrichtete, in Genfvom Bischof und Volk feierlich empfangen wurde u. s. f.Im Jahr 517 wurde zu Epaona eine Nationalsynodealler Bischöfe Burgund's gehalten; unter den Unter-schriften finden wir jene des Priesters Peladius, welkerstatt des Bischofs von »Avennica« zugegen war. Avennicaist nun aber nicht Avignon (dieses hieß ^.venio Osvainw,als Hauprort der gallischen Völkerschaft der Cavaren imuntern Rhonetbal), weil Avignon Wohl nicht mehr zuBurgund gehörte und einige Handschriften statt Avennica