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trauens und Argwohns, und wenn er ihn nach Neuburzversetzte und auf den Stuhl von Augsburg einen Andernerhob, den der Annalist deS Lazius Rozilo, der Bio-graph des heiligen Magnus Tozzo (Wohl nur zwei ver-schiedene Formen eines und desselben Namens) nennt, sokann schon dieß als Zurücksetzung, als Einleitung zu derja doch in Kurzem daraus folgenden völligen Absetzung be-trachtet werden. Pipin war klug, er legte auch seinen gutenWerken die Berechnung zu Grunde. Er unterstützte dieGründung von Füssen, weil ihm die gleichzeitige Grün-dung anderer Klöster durch die ihm verschwägerten undeben darum doppelt verhaßten Agilolfinger, zu welchen jaWitterst auch gehörte, ein Dorn im Auge war, und erihnen um jeden Preis das Herz des Volkes abspannenzu müssen glaubte. Die Sache verhielt sich also:
Schon Pipin's Vater, Karl Martell, war (725)bewaffnet in Baiern eingefallen, um die fränkische Ober-herrlichkeit darin zu befestigen. Ein Bürgerkrieg zwischenden Gliedern der Herzogssamilie lieh ihm den Vorwanddazu. Herzog Theodor II. hatte 702 das Land mit sei-nen Söhnen Theodebert, Grimoald und Theo-doald getheilt. Er starb bald darauf. Theodeberterbte seinen Antheil und Vorrang. Theodoald starb712, die beiden überlebenden Bruder zerrißen seine Be-sitzungen. Als nun der Eine derselben, Theodebert(724), ebenfalls starb, und sein Sohn Hucbert an dessenStelle rückte, machte diesem der Andere, Grimoald,fern Erbe streitig. Hucbert rief den LongobardcnkönigLiutprand, Gemahl seiner Schwester Guntrud, zuHülfe, und dieser fiel sofort in Grimoald's Antheil, dassüdliche Tirol, ein und entriß ihm das Etschthal. Nunerschien auch Karl aus dem Kampfplätze, er fürchtete, am