Band 
Zweiter Theil.
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Ende seine ganze Oberherrlichkeit über Baiern an dieLangobarden zu verlieren. Vor Allem forderte er die bei-den Herzoge zur Unterwerfung auf. Hucbert kam dieserAufforderung nach, Grimoald versagte ihr das Gehör.Karl zog das Schwert, und ein Meuchelmörder räumteden Ungefügigen aus dem Wege. Der Frankenherrschersetzte den Ueberlebenden, Hucbert, zum Herzoge überganz Baiern und heirathete seine Schwester Sonihild, dieihm später den Grippo gebar, welcher nach Martell'sTode von seinen Stiefbrüdern Karl mann und Pipinden ihn gebührenden aber von ihnen vorenthaltenen An-theil an dem väterlichen Erbe, dem Frankenreiche, ver-langte und, weil er kein Gehör fand, Anfangs in Sach-sen, später in Barern, an dem er als Agilolfinger einenbesondern Halt zu haben glaubte und wirklich hatte, Plänedes Umsturzes schmiedete und zur Ausführung vorbereitete,bis ihn Pipin 748 mit Waffengewalt zur Ruhe brachte.

Die Empörung war erstickt, aber unter der Ascheglimmte sie fort, und die Frankenherrscher selbst trugenneuen Zündstoff zu. Sie plünderten ihre Verwandten, dieGlieder des Agilolfingischen Geschlechtes, so sehr sie konn-ten, es galt, ihnen die Mittel zur Empörung zu entreißen.Aber Erfahrung macht klug; die Beraubten dachten: „ichwill lieber den Rest meiner Habe dem Herrn leihen, dannerhalt' ich's am Tage der Vergeltung mit Wucher zurück",und gründeten Gotteshäuser, und der fromme Bischof vonAugsburg, Wicterp, ging ihnen dabei voll heiligen Eifersaufs Kräftigste an die Hand. Die vier Geschwister Land-sried, Waldram, Eliland und ihre SchwesterGeila wind, aus dem Geschlechte der Agilolfinger, stiftetenallein acht Klöster, um die Mitte des achten Jahrhunderts,fünf für Männer, Benedictbeuren, wo Landsried