Band 
Zweiter Theil.
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platze abtreten zu lassen, von dem er abirrten muß, weilim Jahr 792 ein anderer Bischof, Adalwin, aus demStuhle von Regensburg sitzt. * Wie wäre es aber, wenner, start zu St.Emmeream in Regensburg ins Grab zusteigen, nur auf den Stuhl von Neuburg gestiegen und erstvon da nach Augsburg gekommen wäre, wo er nach derChronik von Benediktbeuren, die noch seinen NachfolgerHanto mit Karl dem Großen in Verbindung bringt,jedenfalls noch zu Lebzeiten des Kaisers, die gewöhnlicheAnnahme gibt das Jahr 809, aus dem Zeitlichen scheidet?Die Geschichte straft uns durch Nichts Lügen, wenn wirdiese Fragen mit Ja beantworten. Bloße Zahlenangabender Klosterchroniken jener Zeit, wenn sie nicht durch erwieseneThatsachen unterstützt werden, legen in der Regel kaumein Sandksrnchen in die Wagschale; und über Sindbert'sAntritt in Augsburg liegt nicht einmal eine Zahlenan-gäbe vor, die reine Geschichte kennt ihn nur als Zeit-genossen und — als Werkzeug Karls des Großen undstellt ihn uns nach einander im Elsaß, in Regensburg,in Neuburg, in Staffelsee, in Augsburg entgegen. WasLernen wir daraus? Ich überlasse es dem Leser, sich dieAntwort aus diese Frage in dem Gesagten selbst zu su-chen, glaube ihm aber doch das Resultat meines Suchendnahe legen zu müssen. Indessen muß ich vorderhandwieder in mein altes Geleise einlenken, mein Streif-zug hat sich beinahe zu weit ausgedehnt, doch er warnothwendig, um den Leser einstweilen in der damaligenChristenwelt und ihren Zuständen zu orientiren, wozueben die beiden Bisthümer, in denen wir uns eben um-gesehen, und dabei Manchem vielleicht geringfügig schei-

* Pertz, I. S. 93.