Band 
Zweiter Theil.
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Mund nieder; das Hauptsächlichste davon besteht in Fol-gendem : Ein Engel sührt den Wetin in das Fegfeuer, woer die Peinen vieler geistlichen und weltlichen Personenschaut, die er, als sie noch lebten, zum Theil gekannthatte; er sieht da die Strasen unzüchtiger Geistlichen, nach-läßiger Mönche und Aebte, ungerechter und raubsüchtigerGrafen; namentlich muß Karl der Große seine Ausschwei-fung auf eigenthümliche Weise abbüßen. Und während derEngel — der sich ausdrücklich für den Schutzengel We-tin's erklärt, dem er von Kindheit an zum Schutze beige-geben worden sei, mit dem Beisätze, daß er einst derSchützer Samson's von seiner Geburt an bis zu seinemFalle gewesen sei — den Wetin im Fegfeuer herumführt,deckt er ihm viele Schäden auf, an denen viele geistlicheund weltliche Personen darniederlägen: die Grafen seienungerechte Unterdrücker, bei Berheiratheten und Ledigenherrsche unnatürliche Wollust, der größere Theil der Prie-ster hänge dem weltlichen Gewinne nach, benütze die Re-ligion zu zeitlichem Vortheil, stolzire in Kleiderpracht undschwelge bei Gastmählern, unterziehe sich den ourls palmmw(Hossorgcn) und vergesse darüber die Seelsorge und ver-falle in Unsittlichkeit. In die Klöster gehe man mehr gerrie-den wuirämris lroeossitutibus (von weltlicher Noth) als spirituUel (vom Geiste Gottes) getrieben. Besonders habe,mansich in den Klöstern vor dem Geize zu hüten; man sollearm essen und arm sich kleiden; hauptsächlich sei es weit ge-fehlt, den Nonnen weltlich gesinnte Wittwen zu Aebtissin-nen zu geben. Die Klosterleute Germaniens und Galliensmüßten demnach wieder zur rechten Zucht zurückkehren,wie diese noch in trrmsmarims reZionibus (in den über-seeischen Gegenden, auf den britischen Inseln) beobachtetwerde. Nachdem dann der Engel den Wetin die Peinen

Entführ. d. Christenthums U. 9