Band 
Zweiter Theil.
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gewiß auch das Werk, und das schöne Kleeblatt — Ge-bet, Handarbeit, Studium — galten lange als unver-brüchliche Regel der Abteien. Der Studienplan ist bekannt,er war von dem anderwärts üblichen nicht verschieden, unddie Erzieher der christlichen Länder standen in treuem Ver-kehr untereinander. Vorzüglich erhielt unter bischöflicherPflege die Münsterschule durch die Marienbrüder eine hoheBedeutung; sie war nach der zu Metz die älteste und derAugapfel der Bischöfe, die oft Schüler derselben gewesen.Bischof Heddo, ihr Gründer, errichtete, unter AneiferungKarl's des Großen, Schulen, wo er konnte, und die er-sten Landschulen des Elsaßes mögen in Folge seiner Bis-thumsorganisation ihm zuzuschreiben sein.« *

Das Bisthum Straßburg bildete gleichsam die Brückezwischen dem noch heidnischen Alamannien und dem schonlängst zum Christenthume bekehrten Austrasien, dessenHauptstadt Metz zugleich der Mittelpunkt eines blühendenBisthumes war, welches mit dem bischöflichen Sprengel.von Straßburg zusammengrenzte, während der letztere ausder entgegengesetzten Seite unmittelbar an das Gebiet desHeidenthums streifte, das im Schooße des Schwarzwaldcsnoch seinen unbestrittenen Herd besaß. In der entgegenge-setzten Richtung, von Nord nach Süd, war der Straßbm-ger Sprengel gegen jene Himmelsgegend von den Bis-thümern Trier und Speier, gegen diese von den Bisthü-mern Toul, Besanxon und Basel begrenzt. Nach all diesenSeiten hin war er auch in Betreff des Metropolitan-verbandes gewiesen. Das römische Straßburg, Argen-tor atum, war eine der Städte der Provinz Oberger-

*Guerber, im Artikel „Ttraßbmg", Wclte's KirchrnlerMn,Ld. 10. S. 406 unk 407.