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zum Ziele, und im Dunkeln ist gut munkeln. Die Ver-leumdung wählte sich ihren Mann im Hintergründe derZeiten, in der fernen Vergangenheit, die schon längst vonden darüber Hinbrausenden Stürmen verschüttet war; manfürchtete sonst, Lügen gestraft zu werden. Die arianischeIrrlehre war schon längst in das Grab der Vergessenheitgesunken; die gallische Kirche und namentlich auch dierheinischen Bischofsstühle hatten sich von aller Befleckungfrei erhalten. Aber in Berührung waren sie dessenungeach-tet vielfach mit den Läugnern der Gottheit Christi gekom-men. Diese Berührung war eine feindliche gewesen, aberman konnte sie auch zur freundlichen umstempeln. Es istnur, wie man eine Sache angreift. Besonders hervorge-than im Kampfe mit dem Arianismus hatte sich Euphra-tes von Cöln. An ihn klammerte sich die Lästerzunge,sie hatte vielleicht läuten gehört und wußte nicht, auswelchem Dorf, es ist möglich, daß sie selbst an seineVerirrung glaubte, jedenfalls suchte sie Andere an dieselbeglauben zu machen. Euphrates zierte den Stuhl von Cölnum die Mitte des vierten Jahrhunderts. Bis gegen die Mittedes achten Jahrhunderts wußte man nur Rühmliches vonihm zu erzählen, d. h. wer überhaupt etwas von ihm zuerzählen wußte, für die Masse war er, wie natürlich, damalseine unbekannte Größe. Um die Zeit nun, in welcher es sichum Bestimmung des Sitzes für den Primas der werden-den deutschen Kirche handelte, erschien er zum ersten Maleein einem zweideutigen Lichte. Man scheint sich, wohl ausRücksicht aus die Frage des Tages, eben damals viel mitUntersuchung und Hervorhebung, beziehungsweise auch Jn-schattenstellung der Verdienste der bischöflichen Kirchen desRheingebietes beschäftigt zu haben. Es wurde das Lebendes Bischofs Maximin von Trier, des unerschrockenen