Band 
Zweiter Theil.
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Zwecke mit einem Bischofsstäbe versah. Die Erweckungdes Todten gelang und gab ihrer Predigt im Elsaß denerfreulichsten Erfolg. Nach Stiftung vieler Kirchen wandtensie sich aus dem Rheinthal nach Trier, wo die Bekehrungebenfalls so reichlich erfolgte, daß Eucharius sich die Stadtzum Bischofssitz wählte. Nach fünfundzwanzigjährigemEpiskopate folgte ihm Valerius, der nun 15 Jahre dentrier'schen Stuhl inne hatte; sein Nachfolger wurde end-lich Matern» s, der unterdessen den Glauben am Nie-derrhein gepredigt, in Cöln und Tongern als erster Bi-schof Gemeinden gestiftet hatte und so ein dreifaches Bis-thum bekleidete. Er starb in Cöln, doch wurde sein Leichnamnach Trier geschafft. Ja, wird weiter ausgeführt, er warein naher Verwandter Jesu, war derselbe Jüngling, dender Herr im Thore von Nain erweckte. Zu Cöln undTrier verwaltete er das Bischofsamt so viele Jahre, als erTage im Elsaß im Grabe gelegen hatte (33, nach An-dern ckO); aus dem Umstände, daß der heilige Petrus zuseiner Erweckung den Bischofsstab weggab, erklärt sich,daß der Papst bis auf den heutigen Tag einen solchennicht führt. Jener Stab wurde bis Ende des zehntenJahrhunderts in Cöln aufbewahrt, dann getheilt, so daßCöln die untere, Trier die obere Hälfte erhielt; letztere istdurch Carl IV. nach Prag gebracht. — So lautet dieSage, wie sie vollständig in Heiligenakten seit dem neun-ten Jahrhundert vorliegt.«* Die Sagen, wenigstens diefrommen, sind nicht in die Luft gebaut, sie haben alleihren festen Grund und Boden. In der vorliegenden er-scheint die geschichtliche Thatsache ausgeprägt, daß dasWort des Heils wirklich schon zur Zeit der Apostel und

* Rettberg, 1. S. 74 und 75.