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kennen, den Heiligen, auf welchen unter andern StädtenOberitaliens namentlich Mailand die Gründung seinerKirche zurückführt. Von diesem in dem Christenthum« un-terrichtet, ward er durch die neue Erkenntniß dermaßenentzückt, daß er in der Tauft sich den Namen Beatus,d. h. der Selige, geben ließ. In den Schooß der Kirche Christiaufgenommen, setzte er seine Pilgerfahrt bis nach Rom fortund empfing dort von dem heiligen Petrus die Sendung,den Namen des Herrn im Lande der Helvetier zu verkün-digen. Von einem treuen Gefährten begleitet, den er seinenAchates * nannte, überstieg er die Alpen und schlug seineHütte in der Nähe des Vierwaldstädter See's auf. GleichPaulus ernährte er sich von seiner Hände Arbeit; er flochtKörbe und Matten und schenkte, was er über den noth-wendigsten Lebensbedars verdiente, den Armen. Das ge-wann ihm die Herzen Aller, und was sein Wort undBeispiel nicht vermochte, vollendeten die Zeichen und Wun-der, womit ihn der Herr verherrlichte; und herrlich sproßteder Samen, den er ausstreute, und eine Menge Volkswurde dem Reiche Gottes hinzugethan. Als er das Endeseiner Tage herannahen sah, Mach er zu seinem Gefährtenund Freunde: »Komm, laß. uns tiefer in's Gebirg hinauf-gehen, um in ungestörter Abgeschiedenheit von der Weltuns zum Tode zu bereiten"; und die Freunde ließen sichüber den See führen, und die wild empörten Wogen des-selben legten sich Plötzlich zur Ruhe und schmiegten sichkosend an die Wände des Schrffleins, und der Fährmannund seine Knechte zitterten vor Ehrfurcht und Freudigkeitund sprachen: »Wahrlich das müssen heilige Männer fern,
* So hieß des „frommen" Aeneas, des Helden ron Troja, Ge-fährte.