Band 
Zweiter Theil.
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baß ihnen Wind und Wellen gehorchen!« Und sie sankenauf ihre Kniee und baten um den Segen der Heiligen.Und die Männer Gottes zogen sich in eine Höhle zurück,die noch heuzutage den Namen Beatushöhle führt undbeteten in derselben ohne Unterlaß.

»Als Beatus sein letztes Stündlein gekommen fühlte,sprach er zu seinem Freund Achates: »»Rufe die Männeraus der Nachbarschaft, die durch mein Wort gläubig ge-worden, ich möchte sie vor meinem Abscheiden noch einmalsehen««. Sie kamen und traten mit traurigem Angesichtcund tiefbetrübtem Herzen in die Felsenhöhle. Beatus sprachzu ihnen: «»Meine lieben Leute und Kinder in Christo!ich freue mich, daß ihr aus meinen Ruf gekommen seid.Ich möchte euch vor meinem Hintritte noch ein paar Wortean's Herz legen. Es ist nun an dem, daß mich der liebeGott aus dieser Welt abruft. Ich ermähne euch deßhalbund all eure Brüder, erinnert euch dessen, was ich euchso oft gesagt habe: es ist mit dem Tode der Gläubigenanders als mit dem Tode der Ungläubigen. Die Ungläu-bigen haben nach diesem Leben nichts zu erwarten, denndie Verdammniß; der Tod der Gläubigen, die in demHerrn dahinscheiden, ist nur ejn sanfter Schlaf, durch wel-chen sie eingehen in die ewige Freude. So bleibet dennstandhaft in euerem Glauben! Lasset euch weder durchIrrlehren, noch durch Sünden von Jesu Christo losreißen.Wandelt — wenn euch euer ewiges Heil lieb ist — eue-rem christlichen Berufe gemäß. Und Gottes Segen sei undbleibe mit euch und euerem ganzen Lande! Amen.««

»Die frommen Nachbarn versprachen, diese seine letztenErmahnungen zu befolgen, boten ihm die Hand und schie-den mit tiefbetrübten Herzen von bannen. Achates zerfloß inThränen; Beatus nahm auch von ihm Abschied und sprach: