Band 
Zweiter Theil.
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dem Tode drohen, wo er nicht Herr war? und gar wegenNichtachtung einer Verfügung, die ihm nicht zustand? Aberhat das Falkenauge der historischen Kritik die Urkunde ge-sehen? hat sie den Buchstaben derselben gelesen? hat sieetwaige Beilagen, etwaige Begleitungsschreiben an diedie zuständigen Behörden zu Gesicht bekommen? hat siesich Kenntniß von den vorausgegangenen Unterhandlungenzu verschaffen gewußt? Sie wird wohl auf diese und ähn-liche Fragen verstummen, nun, so verstumme sie ganz, siehat kein Urtheil in der Sache. Angenommen aber auch,die Geschichte mit der Schenkung und der Schenkungsur-kunde sei wirklich etwas, was Bedenken erregen müsse undnamentlich den Verdacht kaum unterdrücken lasse, als seisie rein aus der Luft gegriffen und fuße aus keinem an-dern Boden, als aus dem Wunsche, den Besitz als einenrechtmäßigen hinzustellen: was thut dieß zur Hauptsache?Und wenn die ganze Hereinflechtung des FrankenkönigsDichtung ist, die Glaubenspredigt unsers Apostels und dieGründung eines Herdes oder Ausgangspunktes für dieBekehrung des südwestlichen Deutschlands durch ihn bleibtdoch Wahrheit. Aber, wie gesagt, es ist durchaus keintriftiger Grund vorhanden, den Stab über die geschichtlicheTreue des Erzählers zu brechen. Mag es sich mit derSchenkung verhalten, wie es will, mag unser Glaubens-bote durch das Wort oder das Geld seines königlichenGönners in den Besitz der Insel gekommen sein, kurz,er kam einmal in denselben; die Leute legten ihmnichts mehr in den Weg, und er fing ungestört an, zubauen.

Um bis zur Vollendung des Bau's für sich und dieArbeiter, die er um sich sammelte, ein Unterkommen inder Nähe zu finden, begab er sich in das Haus eines