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mit dem Königssitze Orleans, Chilperich aber sollte dasReich seines Vaters Chlotar mit dem Herrschersitz Soiftsons empfangen, Sigbert das Reich Theodorich's mitReims als dem Sitze der Herrschaft". * Es traten einigeVeränderungen ein: Bourges, Tours und Poitiers, diefrüher zu Orleans gehört hatten, fielen jetzt an Paris;Mans, das früher zu Paris gehört hatte, an Soissonsu. s. w. Im Ganzen erhielt Chart bert die westlicheHälfte der Armorica (die Bretagne), nebst der Herr-schaft Paris mit Beauvais und Senlis, sowie von Aqui-tanien: Tours, Poitiers, Bourges, Saintonges, Angou-löme und Bourdeaux, nebst einem Theile der Provence.Guntram bekam Burgund, Orleans, Auxerre undeinen Theil der Champagne, von Aquitanien das Landzwischen Perigueux und Toulouse, und von der ProvenceArles. Chilperich das alte salische Land und dieöstliche Hälfte von Armorica (die Normandie) und dieMaine mit der Hauptstadt Soissons, von AquitanienLimoges, Cahors und die Gascogne; Sigbert endlichRheinfranken und den größten Theil der Champagne,mit Einem Worte Au straften, mit den HauptstädtenReims und Metz, von Aquitanien die Auvergne undeinige kleinere Gebiete, von der Provence hauptsächlichAvignon und Marseille.
Solche Theilungen trugen natürlich der Keime derZwietracht genug in sich; kommen wir jetzt auch auf dieSäugammen aller Zwietracht, die Weiber, zu sprechen; las-sen wir aber hier unsere Quelle, Gregor's fränkischeGeschichte selbst reden. Der gute König Guntram,berichtet uns diese (IV., 25 ff.), nahm zuerst Deneranda,
Fränkische Geschichte, IV. Bch. 22. K.