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die Magd eines seiner Leute, als Beischläferin in seinenPalast auf, und diese gebar ihm den Gundobad. Nachherheirathete er Marcatrude, die Tochter Magnachar's(eines fränkischen Großen, der den Titel Herzog halte),und sandte seinen Sohn Gundobad nach Orleans. Mar-catrude aber stellte aus Neid, als sie auch einen Sohnerhalten hatte, jenem nach dem Leben, und mischte ihm,wie man sagt, Gift in einen Trunk, den sie ihm über-sandte. Als er aber an dem Gifte gestorben war, verlorauch sie selbst durch Gottes Gericht ihren Sohn, und luddes Königs Zorn aus sich. Sie wurde von ihm verstoßen,und nicht lange darnach starb sie. Nach ihr nahm der Kö-nig zum Weibe Austrichilde, mit dem Beinamen Bo-bila, von ihr erhielt er noch zwei Söhne, Chlotar undChlodomir.
König Charibert nahm dagegen zu seinem Gemahldie Jngoberga, die ihm eine Tochter gebar, Aldeberga,auch Bert ha genannt, welche später, als sie sich ver-mählte (mit dem angelsächsischen Könige Ethelbert), nachKent kam, wo sie sich die größten Verdienste um Verbrei-tung des Christenthums erwarb, indem sie namentlich denheiligen Augustin, den Apostel Englands, und seine Ge-fährten auf's Kräftigste unterstützte. Jngoberga hatte aberdazumal in ihrem Dienste zwei Mädchen, eines armenMannes Töchter, die älteste hieß Marcovefa und trugNonnenkleider, * die andere Meroflede, und der Königwar diesen Mädchen sehr zugethan. Sie waren, wie ge-sagt, die Töchter eines armen Mannes, eines Wollarbeiters.Und Jngoberga, voll Eifersucht auf sie, weil sie der König
* Wie diejenigen zu thun pflegten, die der Welt entsagten, ohnesich auS ihr zurückzuziehen, Bräute Christi außerhalb des Klosters.