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Sigbert die Großen seines Reichs und nahm sie unterunendlichem Jubel zu seinem Ehegemahl. Und weil siedem arianischen Glauben ergeben war, wurde sie durch dieBelehrung der Bischöfe und die Zuspräche des Königsbekehrt, glaubte und bekannte die heilige Dreieinigkeitund ward in den Schooß der katholischen Kirche aufge-nommen.
Da dieß König Chilperich sah, freite er, obschoner bereits mehrere Weiber hatte, um Galsvintha,Brunechilde'ns Schwester, wobei er durch seinen Gesandtenversprach, die andern Weiber zu entlassen. Der Vaterglaubte dieser Zusage und sandte dem Könige seine Toch-ter, in gleicher Weise wie die frühere, reich ausgestattet.Galsvintha war aber älter als Brunechilde. Und als siezum König Chilperich kam, ward sie mit - großen Ehrenaufgenommen und ihm vermählt. Auch wurde sie vonihrem Gemahl hochgehalten und sehr geliebt, denn siehatte ihm große Schätze mitgebracht. Sie trat ebenfallszur rechtgläubigen Kirche über. Aber des Königs Liebe zuFredegunde, einer seiner Mägde, die er schon früherzum Weibe gehabt hatte, brachte großes Aergerniß in dasHaus. Denn Galsvintha beklagte sich unabläßig beim Kö-nige, ihr geschehe Unrecht, und sie habe keine ihrer würdigeStellung an seiner Seite; er möge, sagte sie, die Schätzebehalten, welche sie mit sich gebracht habe, nur solle er siefrei in ihr Vaterland heimziehen lassen. Der König aberwußte sie durch mannigfache Ausflüchte hinzuhalten unddurch sanfte Worte zu begütigen. Endlich aber ließ er siedurch einen Diener erdrosseln, und man fand sie todt inihrem Bette. Der König aber nahm, nachdem er die Todtenur wenige Tage beweint hatte, abermals Fredegundezu seinem Gemahl. Da dieß gcschab, wurden seine Brüder