Band 
Zweiter Theil.
JPEG-Download
 

289

für seine Zusage mit einem Eide. Johannes trug ab,und der Mann Gottes erhob sich und kehrte zu der Zellezurück, von welcher er gekommen war. Dort brachte erdie Nacht zu und ging den andern Morgen mit zweiseiner Jünger zu Fuße nach dem Flecken. Er traf einenzweiten Boten des Herzogs bei dem Priester. Der sagte,das Mädchen lebe schon drei Tage ohne Speise, und triebzur Eile an. Man bestieg ein Schiff und gelangte nochin derselben Nacht an Ort und Stelle zum Herzog. Desandern Morgens begab sich dieser mit den MännernGottes in das Schlafgemach, wo die Tochter mit geschlos-senen Augen in den Armen der Mutter lag. Ein Schwefel-geruch drang aus dem Munde der Unglücklichen. DerHeilige warf sich zum Gebete nieder und sprach unterThränen: »Herr Jesu Christe, der du in diese Welt ge-kommen bist und Fleisch angenommen haft aus einerJungfrau, der du den Winden und Wellen gebotest unddem Satan zu weichen befählest und durch dein Leidendas Menschengeschlecht erlöset hast, befiehl dem unreinenGeiste aus diesem Mädchen zu fahren". Und er erhob sichvom Gebete, ergriff die rechte Hand der Armen und rich-tete sie aus: denn der böse Geist plagte sie. Es war abereine Menge Diener zugegen und erwartete, was da kommenwürde. Und der Heilige legte der Kranken die Hand aufdas Haupt und sprach: »Unreiner Geist, ich befehle dirim Namen Jesu Christi, dieses Gesäß Gottes zu verlassenund auszuführen."

Mit weitgeöffneten Augen blickte das Mädchen denHeiligen an, und der unreine Geist sprach: »Du bist Galt,der mich schon früher vertrieben hat, und ich bin hiereingekehrt, weil mein (des Mädchens) Vater dich mitdeinen Genossen vertrieben hat. Wenn du mich jetzt ver-Eöisühr. Chnstmthums. U. Ist