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zu steuern, »daß man um Geld ein Bisthum erhielt.«Wir lesen im Leben des heiligen Eligius: «Es wuchertein jenen Tagen die ketzerische Simonie schrecklich in denStädten und im ganzen Frankenreiche; besonders seit denTagen der unseligen Königin Brunichilde bis aufKönig Dagobert wurde die Kirche durch dieses Uebelbefleckt. Eligius und Audoin hatten deßhalb eineZusammenkunft mit andern katholischen Männern, undschärften auf derselben den Fürsten und Großen ein, dieKirche von diesem Gift zu befreien. Es wurde sofort nachgemeinsamer Berathung vom Könige der Befehl erlassen,daß Keiner mehr um Geld ein geistliches Amt erlangenkönnte, nur Männer von gutem Leumund und unsträfli-chem Wandel sollten zu Kirchenvorstehern gewählt werden.«Diesen Befehl, der bis dahin nicht über das Pergamenthinausgekommen war, wiederholte Balthildis und wachteüber seiner Vollstreckung. Aber die Großen des Reiches,die sie bei ihren Regierungshandlungen zu Rathe ziehenmußte, arbeiteten ihren heiligsten und heilsamsten Anord-nungen entgegen; und wie die Bischöfe, denen die EhreGottes Größeres galt, als die Gunst der Menschen, vonihrem Amte zurücktraten, um wenigstens ihre Seele zuretten, wenn sie andere nicht retten konnten, so trat nunauch Balthildis, als sie durch vieljährige Erfahrung end-lich überzeugt worden war, daß sie mit dem besten Willennicht durchdrängen konnte, von der Reichsverwaltung zu-rück, und verbarg sich in das Kloster Cala, wo sie hin-fort ausschließlich dem Herrn und ihrem Seelenheile lebte,wo sie auch im Jahre 680 zum Herrn und zu ihrerSeelen Seligkeit einging.