Band 
Sechster Theil.
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Volk hielt sein Wort, er wurde seinem Retter übergebenund von diesem nach Fontanella geschickt, wo er zumPriester und Glaubensboten herangebildet wurde. Einander Mal hatte das Loos zwei zarte Knäblein getroffen.Sie wurden am Srrande ausgesetzt. Eine zahllose MengeVolkes, worunrer wieder der König, wohnte dem surckt-daren Schauspiele bei. Wolfram eilte hinzu und bar umdas Leben der Unglücklichen. Der Fürst wies ihn mitrauben Worten ab, der Glaubensheld jedoch ließ sichnicht einschüchtern und griff dem Könige tiefer ins Herz.Da sprach derselbe endlich: «Gut, wenn dein Gott siedem Rachen des Meeres entreißt, so magst du sie habenund sie ihm opfern." Der Heilige richtet einen Blickzum Himmel und schreitet auf die beiden Knäblein zu,die einander fest umschlungen haltend eben von der Fluthhinweggespült werden, und siehe, die Hand des Herrnführt ihn, wie dereinst den Apostel Petrus, über dieWasser hin wie über festen Boden. Er entreißt dem Meerseine Beute und legt die geretteten Kinder der jammern-den, jauchzenden Mutter in die Arme. Diese aber gibtsie ihm zum Behufe der Unterweisung und Taufe zu-rück und weiht sie dem Dienste des Gottes der Christen.Und sie und eine Menge Volkes glaubte und ließ sichtaufen. Bei einer ähnlichen Gelegenheit erhielt Wulframvom Könige noch zwei andere Knaben zum Geschenke.Sie nannten sich Eurinus und Jngomar. Er schicktesie ebenfalls in sein Kloster und ließ sie daselbst zumgeistlichen Stande erziehen.

Endlich aber, als sich die Verhältnisse mit demFrankenreiche zu trüben begannen, als Pipin vonHeristal nach dem Siege bei Testri seine Streit-kräfte auch gegen das Frisenlanb heranwälzte, sah sich