Band 
Sechster Theil.
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Versammlung von Bischöfen und andern Geistlichen seinesReiches und trug ihnen das Verlangen Willehad's vor.Alle kannten schon zum Voraus die Heiligkeit seines Wan-dels und die Glut seines Eifers, und einstimmig ward erals Bote des Evangeliums zu den genannten Völkern ge-sendet.

Mit sreudeersülltem Herzen trat er die heilige Reisean. Es war um's Jahr 770. Er landete in der Näheeines Drtes mit Namen Dockynchirica (Dockskirchen,Dokkum) in der Landschaft H ostrag a (Ostergo sOstgaus,der östlichen Hälfte von Westfrisland), wo einst Boni-facius mit der Märtyrerkrone geschmückt worden war.Hier, wo dieses Blutzeugen Predig! Viele zum Glaubengebracht hatte, wurde Willehad mit allen Ehren em-pfangen, und hier blieb er lange Zeit und predigte dasWort des Herrn, und viele Edle gaben ihm ihre Kinderrn Unterricht und Erziehung, und der Heilige leitete die-selben ein in alle Weisheit nicht nur durch seine Lehre,sondern auch durch das Beispiel seines Wandels. Einstrahlendes Licht göttlichen Glanzes führte er auch manchenVerirrten zu Christo zurück und bekehrte eine große Mengevon Heiden zum christlichen Glauben und Leben.

Der Eifer für die Mehrung des Reiches Gottesaber duldete ibn nicht allzu lange in Dockinchirica.Er zog weiter gegen Morgen, wo die Scharten derNackt nock dickler lagen, über den Lauwers, m erneLandsckaft mir Namen Humarcha (das heurige Hum-fierland im bischöflichen Sprengel von Münster).Dort befand er sich unter lauter Heiden; denen schnittcr nun ins Herz mir dem Sckwerre des Geistes undermähnte sie dringend, sie möchten dem Götzendiensteentsagen und sich zum allein wahren Gott bekehren,