Band 
Sechster Theil.
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Wirken beschrieben. Wir finden in dieser zuverlässigenQuelle folgende Mittheilungen über dasselbe: Willehad,um's Jahr 738 in dem an heiligen Männern, besondersan ausgezeichneten Glaubenspredigern so fruchtbaren angel-sächsischen Königreiche Northumbrien geboren, bildetesich zu Pork in der Schule Alkuin's zu seinem künf-tigen Berufe heran. Schon am Knaben zeigte es sich, wasder Mann werden sollte. Er lag mit glühendem Eifer undeisernem Fleiß der Wissenschaft, besonders der heiligen, obund betrug sich so ehrbarlich und tugendsam, daß er vonJedermann geliebt und gelobt wurde. Durch einstimmigeWahl zur Würde eines Geistlichen erhoben, bemühte ersich, durch Heiligkeit des Wandels und durch rühmlichsteAusübung guter Werke sich mehr und mehr auf dieserBahn zu fördern. Insbesondere bereitete er sich mit allemEifer zur Predigt des Evangeliums unter den noch heid-nischen Brüdern seines Volkes auf dem gegenüberliegendenFestlande vor. Er hatte gehört, daß die Frisen und SachsenVerlangen trügen nach den Lehren des katholischen Glau-bens und zum Theil schon den Wunsch ausgesprochenhätten, durch die heilige Taufe von der alten Unreinigkeitbefreit zu werden. Nun wollte er nur noch den Empfangder Priesterweihe abwarten, um dann alsbald mit derBotschaft des Heiles zu ihnen hinüberzueilen. So begab ersich dann, nachdem er zum Priester des Herrn geweihetwar, alsöbald zu dem Könige Alach rat oder Alrad,welcher dazumalen (765—774) über das Volk der Angelnoder Northumbrier herrschte, schilderte ihm unter einemStrome von Thränen seinen brennenden Eifer zum Dienstedes Herrn und bat ihn um die Erlaubniß, die eben-erwähnten Völker zu besuchen und das Wort Gottes unterihnen zu predigen. Alachrat berief sofort eine zahlreiche

Einführ. des Christenthums. VI. Z