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reich ist nahe!« und der Ermahnung nachzukommen:»Die Nacht ist hingegangen, der Tag ist an-gebrochen. So lasset uns denn ablegen dieWerke der Finsterniß, und anlegen die Massendes Lichts! Lasset uns ehrbarlich wandeln wieam Tage, nicht in Fraß und Völlerei, nicht inAusschweifung und Unzucht, nicht in Zank undNeid, sondern lasset uns anziehen den HerrnJesum Christum!« Da überhoben sich etliche Schülerdes Heiligen und vergaßen die Worte des Herrn: »Siehe,ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe! Soseid denn klug wie die Schlangen, und einfältigwie die Tauben!« Sie begannen in ihrem Feuereiferallenthalben die Heiligthümer der Heiden zu zerstören.Nun aber sielen diese wutentbrannt über sie her, undEiner drang mit gezücktem Schwerte aus Willehad einund wollte ihm das Haupt abschlagen. Allein der MannGottes hatte eine Kapsel mit Reliquen an sich hängenund das Schwert schnitt nun bloß den Riemen durch, auwelchem die Kapsel hing, den Hals selbst aber verletztees nicht. Darob erschraken die Ungläubigen und fingenzu zittern an vor der Rache des Christengottes, und ließennunmehr die Glaubensboten in Frieden.
Mittlerweile war der Ruhm Willehad's bis zu denOhren Karl's, des glorreichen Königs der Franken, ge-drungen. Derselbe rief ihn zu sich an sein Hoflager — eswar im Jahre 781 — und besprach sich mit ihm überdie Bekehrung des Sachscnvolkes, die ihm so ganz be-sonders am Herzen lag, und ließ sich mit der größtenAufmerksamkeit seine Lehrweise aus einander setzen. Undwie er nun die Reinheit seines Wandels und die Festig-keit und Treue seines Glaubens erkannte, sandte er ihn