Band 
Sechster Theil.
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kehrte er in sein Vaterland zurück und nahm seinen Sitzauf einem Gut in der Nähe von Utrecht mit NamenSwahsna, das ihm Karl der Hammer verlieh,um der Glaubenspredigt, die ihren Herd in Utrechtaufgeschlagen, einen kräftigen Schirmherr» an die Seitezu stellen. Dieser Absicht entsprach Wursing denn auch invollem Maße; er machte sein Haus zu einem Herde derGlaubensverbreitung, alle Sendboten des Evangeliums,namentlich Willebrord und Bonifacius, gingen indemselben aus und ein. Seine beiden Söhne, Nothgrim,der Erbe seiner Besitzungen bei Utrecht, und Thiatgrim,der Erbe eines Gutes an der nördlichen Küste, in derNähe von Dockum, erbten auch seine Tugenden, insbe-sondere seinen Glaubenseifer. Letzterer, durch den ihm zu-gefallenen Antheil dazu berufen, dem nördlichen Frisen-lande zu sein, was sein Bruder dem westlichen war, einJohannes, welcher dem Herrn den Weg bereitete, ver-mählte sich mit einer an Adel des Geschlechts und derGesinnung ihm ebenbürtigen Tochter christlicher Eltern,mit Namen Liafburg. Sie wurde die Mutter Liudger's,um's Jahr 745.

Der Vater dachte das Knäblein wohl zu einem Kriegs-manne heranzuziehen, denn Liudger, richtiger geschriebenLiutger, der Name seiner Wahl, ist zusammengesetzt ausden beiden Worten »Liut« und »Ger«; »Liut« aber,das noch in unserem heutigen »Leute« erhalten ist, be-sagt so viel als »Mann«, und »Ger«, das französische»Auorrs«, verwandt mit dem deutschen »Wehr«, so vielals »Krieg«. Allein als eifriger Christ mag er den Namenauch im höhern Sinne aufgefaßt und den Begriff einesStreiters Christi damit verbunden haben. Zu einemsolchen, zu einem Streiter Christi hatte sich der Herr