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die nun den Namen Willehad's-Kapelle erhielt, Ansgaraber die heiligen Gebeine wieder an ihre alte Ruhestätte,in den Petersdom zurückführen. Jene Kapelle branntespäter ab, Erzbischof Unwan (1013—1029), führte stewieder neu auf. Im fernern Verlaufe der Zeit aber ver-tauschte sie ihre hohe Bestimmung gegen eine niedere, siewurde zu einem Hopfenlager benutzt, und heutzutage sehenwir ihren Unterbau in einen Weinkeller, ihren Oberbauin eine Wohnung umgewandelt. Ihr Name aber, derName des ersten Bischofs von Bremen, hat sich in einemBrunnen erhalten, der zwischen ihr und der Domkirchesteht, dem noch jetzt sogenannten Willhadibrunnen.
Der heilige Liudger,
ein geborener Frist, bildete das erste Glied von der Ketteder einheimischen Geistlichkeit des Landes. Die Familie,welcher er angehörte, zählte zu den vornehmsten Geschlech-tern. Sein Großvater Wursrng, noch als Heide einMann nach dem Herzen Gottes, lebte in den Tagen desKönigs Ratbod und wurde eben so sehr wegen seinerMildthätigkeit, als wegen seiner Redlichkeit und Rechtlich-keit von allem Volke verehrt, vom Könige aber, dem ernicht selten die Wahrheit sagte, in demselben Maße ge-haßt. Sein größtes Verbrechen war in den Augen desLetztem, daß er an dem Frankenherrscher Pipin vonHeristal mehr zu bewundern fand, als an dem Fristn-starsten Ratbod — Grund genug zum schwarzen Ver-dachte. Wurstng war seines Lebens nicht mehr sicher. Erstob mit seiner Familie zu dem Sohne Pipin's, Gri-moald, dem Hausmeier von Neustrien. Dort ließ er sichtaufen und dort blieb er bis zum Tode seines Verfolgers.Nach diesem Ereignisse, wohl noch im Jahre 719 selbst,