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apostolischen Wanderungen führten, nach einer paffendenStelle zu einer solchen Stiftung um. Zuerst richtete ersein Augenmerk auf die Gegend, in welcher er geboren war.Er stiftete im Jahre 793 in dem unweit der Küste ge-legenen Dorfe Wardina, jetzt Wirum genannt, eine grö-ßere Kirche und wollte eben den Grund zu einem Klosterlegen, welches er mit dieser Kirche zu verbinden gedachte.Da sah er eines Tages im Geiste von Norden her schwarzeGewitterwolken aus dem Meere aufsteigen, welche bald denganzen Küstenstrich in finstere Nacht hüllten, nach einigerZeit aber wieder durch eine von Süden heraufziehende Leuchte,die sich zuletzt mit der wiederkehrenden Sonne vereinigte,durchrissen und zurückgedrängt wurden. Er theilte diesesGesicht seiner Schwester Gerburgis mit und legte ihr das-selbe also aus, daß dieser Gegend eine entsetzliche Ver-wüstung von normannischen Seeräubern bevorstehe, diezwar er nicht mehr, aber sie noch erleben würde. Undsiehe diese Weissagung traf ein. Im Jahre 811 — Liudgerweilte bereits seil zwei Jahren in den Wohnungen desewigen Friedens, Gerburgis aber lebte und wirkte nochim Lande des unaufhörlichen Kampfes als Aebtissin desKlosters Notteln, oder vielleicht schon als einfache Nonnezu Nivelles, wohin sie sich bald nach dem Hintritte desBruders zurückzog und wo sie dann auch in hohem Alterstarb — im Jahre 811, meldet die zeitgenössische Geschicht-schreibung, landete der normännische Seekönig Eetrik mir200 Fahrzeugen an der Nordküste des Frisenlandes undverheerte die ganze Gegend mit Feuer und Schwert, biser endlich vom Kaiser Karl zurückgetrieben wurde. Auchdas Dorf Wirum und seine Kirche wurde aus diesem Raub-zuge ausgeplündert und niedergebrannt. Dies sah aberLiudger voraus, darum stand er alsbald wieder ab von