Band 
Sechster Theil.
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Liudger bezeichnet in seiner Lebensbeschreibung Gre-gor's von Utrecht den Lauwers oder Laubach als dieGrenze, bis zu welcher das Christenthum durch die Wirk- »samkeit dieses Abtbischoses seine Herrschaft ausgedehnt habe.Liudger's Vorläufer und Mitarbeiter Lebuin und Wil-lehad, hauptsächlich aber er selbst, trugen und pflanztendas Kreuz ostwärts bis an die Weser, ja bis an die Elbe-mündung, und südwärts bis an die Lippe, den nördlichenGrenzfluß der Cölner Diöcese. Nun aber wurden aus diesenbeiden Seiten auch zwei neue Grund- und Ecksteine ein-gesetzt, den also erweiterten Bau zu tragen und zu halten,Bremen und Mimigard, das nachmalige »Mün-ster", wurden zu Mutterkirchen erhoben und alles Landzwischen ihnen und der Nordsee mit einem zusammen-hängenden Netze von Tochterkirchen durchzogen, in welchemdas Heidenthum weder Halt noch Raum mehr fand. >

Die karge Geschichtschreibung der wortarmen, aberthatenreichcn Zeit hat nur wenige dieser Tochteranstaltenin ihre Tafeln verzeichnet. Links der Assel und des Flevumnennt sie uns ein Bethaus des heiligen Erlösers,zu Utrecht, von Willebrord gebaut, und vor Erweite-rung der alten Dagobertskapelle zum St. Mariins-münster, diesem ersten Gründer der frifischen Kirche, alsbischöfliche, später als Taufkirche dienend; eine noch ausden heiligen Amandus zurückgeführte, aber nach derheiligen Gertrud, Acbtissin von Nivelles, benannteMarienkapelle, die Gertruidenburg am südlichenUfer der Maas, auf der Grenze des Utrechter Sprengelsgegen den Cölner; eine 722 vonKarldemHammer Kmir den Gütern eines treubrüchigen Grafen Everhardveschcnkte, dem Erlöser und der heiligen Jungfrau geweihteKirche zu Elft, in der Betuve, unweit der Spaltung