innern wird, eine angebliche Schwester des Kaisers, mitNamen Rothswinda, genannt wird.
Damit schließt sich die Reihe der Tochterkirchen zwi-schen der Weser, der Lippe, der untern Maas und derNordsee, deren Namen aus den Tagen der Einführungdes Christenthums in jenem Theile des damaligen Deutsch-lands aus uns gekommen sind. Es versteht sich von selbst,daß dieses Verzeichniß höchst lückenhaft ist, daß es viel-leicht nicht den zehnten, was sage ich? nicht den fünfzig-sten, den hundertsten Theil der in jenen Tagen errichtetenGotteshäuser enthält. Denn von Willehad, dem uner-müdeten Apostel der frisisch-iachsischen Grenzstriche an derNordsee, der so lange Zeit und mit so segensreichem Er-folge diesen Weinberg in allen Richtungen durchzogen undbebaut hat, ist außer seiner bischöflichen Kirche zu Bremenauch nicht eine, von Liudger, von dem die zeitgenössischeGeschichtschreibung ausdrücklich berichtet, daß er, wo erimmer hingekommen, das Kreuz Christi ausgestanzt unddem Herrn eine Wohnung gebaut hätte, außer seinen bei-den Hauptkirchen, zu Werden und zu Münster, nurnoch die eine oder andere seiner Stiftung namhaft gemacht;und an einzelnen Stellen, wie an der untern Maas undder Spaltung zwischen Waal und Rhein, berühren sichdie Sprengel nicht nur der Bisthümer, sondern auch der. Pfarrbezirke unmittelbar, so stehen namentlich, wie wirgesehen haben, die Kirchen von Elft und von Ryn-haren, sowie die Kirchen von Wulpen und von De-venter, einander aus nächster Nähe gegenüber, ohneeiner und derselben Christengemeinde anzugehören. Dar-aus geht unwidersprcchlich hervor, daß mit dem An-fange des neunten Jahrhunderts mittelst undnach einer rastlosen Arbeit und unermüdlichen