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welcher es sah, getraute sich nicht, ihn zu wecken, ausFurcht,' die Schlange möchte ihn verletzen. Desiderius aberträumte, es werde ihm das königliche Diadem aufs Haupt >gesetzt. Als er nun erwachte und die Schlange wieder fortwar, ohne ihm ein Leid gethan zu haben, sprach er zuseinem Diener: »aus! laß uns eilen, denn ich habe einenTraum gehabt, nach dem däucht mir, ich werde Königwerden.« Darauf erzählte ihm der Diener von der Schlange,und Desiderius wurde nachdenklich und schweigsam undbrütete über einem Plane. Wie er aber zu Ticinum inden Hos trat, wo das Volk des Ergebnisses der Wahlbarrete, zu der sich die Fürsten nicht einigen konnten,da sprachen Etliche zu ihm: »gehe hinein, Desiderius,und sage den Fürsten, daß wir es müde seien, so langeauf ihre Wahl zu warten.« Er bedurfte dieser Auf-forderung nicht, denn er hatte als einer der fünfund- >dreißig Herzoge selbst Sitz und Stimme unter den Für-sten und war eben gekommen, dieselben geltend zu machen.
Und er trat ein und sprach von dem Murren des Volkes.
Es war aber in der Versammlung noch keine Rede vonihm gewesen. Wie ihn nun die Fürsten erblickten, so sprachEiner von Denjenigen, die zu den Römern hielten: »DieserMann ist auch noch vom Kvnigsgeblüte und tüchtig imKriegsühren. Lasset uns ihn auf den Schild heben.« UndEtliche stimmten ihm bei, Etliche aber murreten überseinen Vorschlag, und die Versammlung ging unverrich-teter Dinge aus einander. Da ging Desiderius wiederzurück in sein Herzogthum und wandte sich nun an denPapst mit der Bitte, ihm zur Erlangung des Königthums >zu verhelfen, und versprach ihm dabei eidlich, in Allemnach seinem Willen zu thun und die noch rückständigenGebiete herauszugeben. Da ging der fromme Oberbme
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