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Thoren auf das linke Ufer und wurde in den Tagen derGefahr von St. Peter abgesperrt. Das geschah denn auchjetzt. Die Pfalzrichter hatten einen richtigen Blick, die lon-gobardische Pilgerfahrt war ein Handstreich auf Rom, unddie nächste Gefahr drohte ihnen selbst. Christoph undSergius waren ächt, wie gediegen Gold, aber andereLeute hatte Stephan IV. in seiner Umgebung, welchedas nicht von sich rühmen konnten und doch das volleVertrauen des heiligen Vaters besaßen, dem der Scharf-blick des Vorstandes seiner Pfalzrichter nicht gegeben war.Zu ihnen gehörte namentlich sein Kämmerer Paulusmit dem Beinamen Afiarta. Den hatte der Longo-bardenkönig bestochen, jene beiden Männer zu stürzen.Auf das hin verdächtigte sie Paulus bei dem Papste unddem ganzen römischen Volke eines Anschlages auf dasLeben des heiligen Vaters und wußte die Sache so ein-zuleiten, daß sie selbst den Schein auf sich luden, alswäre dieser Verdacht nur zu tief gegründet. Desideriusharte den Papst bitten lassen, daß er zu ihm herüberkämenach St. Peter, um sich über die Ansprüche des römi-schen Stuhles mit ihm zu verständigen. Der heilige Vaterwar der Einladung gefolgt, und der Longvbarde hatte ihndergestalt zu verblenden gewußt, daß er die schlangengekrönteSchlange sogar heimlich mit sich hinübernahm in den Lateran.Desiderius hatte ihm zu verstehen gegeben, es könnte dieseNacht noch der Fall eintreten, daß er seiner Hülfe bedürfenwürde. Der Papst gedachte der Einflüsterungen seines Käm-merers und freute sich der ihm angebotenen Schutzwache. ImLateran angekommen zog er sich in Begleitung dieses Käm-merers mit dem Longobardenkönige und dessen Leuten in dieKirche des Papstes Theodorzurück, worin er allein noch Sicher-heit zu finden glaubte, wenn die Verschwörung zum Ausbruche
Einfuhr. dcS Christenthums. IV. 10