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lange darnach noch der »Frankenweg« hieß. Wie sievon diesem Berge niederstiegen, kamen sie in die Ebenedes gavensischen Fleckens (Giaveno), sammelten sich alldaund stellten sich zum Kämpfe auf. Die Longobarden aberhatten nicht erwartet, daß ihnen die Franken in denRücken fallen würden, und ergriffen voll Bestürzung dieFlucht. Aber König D esid eriu s brachte sie wieder zumStehen und stritt nun drei Tage lang mannhaft gegendie ungeheure Ueberzahl. Am Abende des dritten Tagesrief Karl, von göttlichem Feuer entflammt, seinen Haupt-leuten zu: »entweder fallet im Streite oder erkämpfeteuch den Sieg!« Da wurden die Longobarden geschlagenund flohen bis zu der Stelle, die dazumalen ob ihrerLieblichkeit »das schöne Wäldchen« genannt wurde. Alldamachten sie Halt, und Desiderius sprach zu seinenMannen: »Tapfere Krieger, labet euch hier mit frischemQuellwasser und mit Brot, und lasset eure Rosse ein wenigverschnaufen.« Am andern Morgen erreichte sie König Karlund fand sie wohlgerüstet. Da kam es noch einmal zurSckllacht. Beide Heere stritten wieder mit Löwenmutb, und»das schöne Wäldchen« wurde zum »Todtenfeldc«und führt daher noch heute den Namen »Mortaria«.Karl aber ward Sieger.
Desiderius floh gen Pavia und schloß sich mit seinemSohne Adalgis, seiner Tochter Bertrada, und denSöhnen Karlmann's und ihrer Mutter in dessen 'Ring-mauern, Karl's Völker aber ergossen sich wie Fluchendes Meeres weithin über das ganze Land, und Turinfiel, und alle Städte und Burgen bis unter die Mauernder Hauptstadt fielen. Vor Pavia aber schlug der Sie-ger seine Gezelte auf, richtete sich mit seinem ganzenHeere auf eine langwierige Belagerung und ließ sogar