Band 
Sechster Theil.
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boren. Außer ihnen aber hatte Karl noch vier Söhne:Remigius, Grifo, Hieronymus und Bernhard.Sie wollten natürlich alle versorgt sein, und solche Ver>sorgungen legten den Keim zur Zerrüttung nicht nur desHauses, sondern des ganzen Reiches. Remigius wurdezum Erzbischos von Rouen gemacht und starb als solcherum's Jahr 770. Grifo machte Ansprüche auf einenReichstheil und schwang ohne Unterlaß die Brandfackeldes Bruderkrieges, bis ihn die Hand des Herrn aus demLeben hinwegnahm (752). Hieronymus erhielt einHofamt und begleitete vermöge desselben den Papst Ste-phan m. 754 auf seiner Rückreise aus dem Franken-reiche nach Rom. Er hatte eine Gemahlin mit NamenErkensuinda und von der zwei Söhne Folkwinund Fulrad, von denen der eine zum Bischöfe, derandere zum Abte erhoben wurde. Bernhard wurde eben-falls am Hofe untergebracht. Er führte im Kriege gegenDefiderius, während sein Neffe Karl der Große über denMont Cenis zog, ein zweites Heer über den nach ihmbenannten Bernhardsberg. Von ihm kennt die Geschichtedrei Söhne Adalhard, Wala und Bernhard, unddrei Töchter Guntrada, Theodrada und Jda.Adalhard, derselbe, den wir so eben erst am HofeKarl's von einer so schönen Seite kennen gelernt haben,wurde zum Abte des Klosters Corbie an der Somme er-hoben und den beiden Königen von Italien, Pipin,einem Sohne Karl's des Großen, und dem Sohne diesesPipin's, Bernhard, welcher letztere sich von seinemOberherrn, Ludwig dem Frommen, unabhängig zu machensuchte und deßhalb den Tod des Hochverräthers starb, alserster Rathgeber zur Seite gestellt, später jedoch (814) alsMitschuldiger an diesem Hochverrathe in die Verbannung